Colca Canyon – Arequipa

Zu unserem Aufenthalt in Arequipa fehlte nur noch die Tour in den Colca Canyon und die dazugehörige Besichtigung des Cruz del Condor. Also, weil wir uns mal wieder sportlich bewegen wollten und weil es etwas ist, dass man nicht skipped, haben wir beschlossen genau das zu tun. Eine 3-tägige Wanderung in den Colca-Canyon.
Wir entschlossen uns für 3 Tage, weil wir uns auch ein bisschen an den Pools und in der Natur entspannen wollten und nicht nur durchhetzen wollten. Außerdem hatte diese Tour ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und im Zweifel entscheiden sich Schwaben ja für dieses Argument 😀

Tag 1

Um ca. 4:00 Uhr morgens ging es für uns am Hostel los. Mit Snacks und Gepäck für 3 Tage ausgerüstet. Erster Halt war dann der Aussichtspunkt Cruz del Condor, der sich vor allem für Vögelliebhaber sehr lohnt. Hier bekommt man nämlich mit etwas Glück einen Condor zu Gesicht. Der Condor ist quasi Nationaltier von Peru und hatte auch schon bei den Inca einen sehr hohen Stellenwert. Er repräsentierte nämlich die Verbundenheit zwischen Himmel und Erde indem er als Bote angesehen wurde. Außerdem galt er als unsterblich.
Dann ging es auch schon zu unserem Startpunkt. Einem Ort mitten im Nirgendwo. Aber den ersten Blick, den wir auf den Colca Canyon erhaschen durften ließ die Ödnis um uns rum ganz schnell verblassen. Gewandert sind wir dann zu einem Dorf im Tal und im Gegensatz zu den 2-Tages-Wanderern hatten wir den Nachmittag dann frei und durften es uns dort gemütlich machen. Viel zu sehen gab es hier nicht, aber mann konnte sich gut an die Klippen setzten und den Fluss lauschen.

 

 

Tag 2

Der Tag ging ganz entspannt mit einer flachen Wanderung los. Und auch an sich war dieser Tag nicht besonders anstrengend. Wir haben an einem kleinen Museum Halt gemacht, dass uns die Wititi-Kultur einwenig näher gebracht hat. Ein Mädchen aus unserer Gruppe hatte sogar die Ehre in einem traditionellen Kleid den „Danza del Amor“ zu tanzen.
In unserer Lodge mit Pool und Cocktails angekommen hatten wir dann auch hier wieder den Nachmittag frei zur Verfügung. Santiago und ich entschlossen uns dann eine kleine Extrawanderung einzulegen und zu dem Fluss im Colca Canyon zu laufen. Es hat sich auch wirklich gelohnt, weil das Wasser wirklich super erfrischend war und wir alleine waren. Und dort die Sonne zu beobachten, wie sie hinter den Felswänden verschwindet war definitiv eins meiner Highlights auf dieser Wanderung.

Tag 3

Dieser Morgen war bis jetzt bestimmt der härteste auf meiner Reise. Los ging es nämlich um 3:30 Uhr, sodass wir um 4:00 Uhr in der Früh vor dem Frühstück loswandern konnten. Es ging steil den ganzen Colca Canyon hinauf und unser Guide meinte mit 3 Stunden müssten wir schon rechnen. Tatsächlich hatte er für die meisten auch Recht, allerdings kann ich mit Stolz sagen, dass ich nur knapp 2 Stunden gebraucht habe. Ich habe auf meinem Weg dann den Sonnenaufgang im Canyon beobachten dürfen, was es sowas von Wert war so früh aufzustehen!
Als erstes Mädchen oben angekommen hieß es dann auf die anderen warten und schon mal alle Fotos machen. Ohne schauen zu müssen, dass man die anderen Touristen aus dem Bild bekommt. Als dann alle anderen auch da waren, liefen wir die restlichen 20 Minuten zum Frühstück und aßen ausgiebig, immerhin hatten wir uns das auch richtig verdient!
Danach machten wir dann noch an einem Aussichtspunkt für die Vulkane der Gegend und auf einem Plateau für Vicuñas und Alpacas Halt, bevor es dass zurück nach Arequipa ging.

Insgesamt war der 3-Tages-Trek die perfekte Länge um sich nicht zu sehr zu beanspruchen, aber dennoch am Ende des Tages das Gefühl zu haben, man hat etwas geleistet. Und wie immer machen auch die anderen Mitwanderer eine Tour erst richtig gut und ich muss sagen, so ein tolle Gruppe hatte ich selten!

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