5 Tage wandern, um zu Machu Picchu zu kommen…

…auch bekannt als Salkantay-Trek.

Es waren 5 Tage in denen so mancher ungeübter Wandrer an seine Grenzen kam, sich nach jedem Meter neu überwinden musste, aber am Schluss mit toller Gesellschaft und überragenden Ausblicken auf tolle Landschaften belohnt wurde.

Los ging es wie jede andere Tour auch um 3-4Uhr morgens am Hostel, gefolgt von einer mehrstündigen Fahrt zum Startpunkt der Wanderung, nämlich Mollepata (3350m). Und gewandert wurde dann bis Soraypampa (3920m) zu unserer ersten Unterkunft. Diese Unterkunft sollte theoretisch das Highlight der Wanderung werden, das es sogenannte Skylodges waren. Theoretisch hätte man also in der Nacht die Sterne sehen können, wenn da nicht das Wetter gewesen wäre… Denn schon am Nachmittag hat es angefangen wie aus Kübeln zu regnen und da das nicht genug war, dachte sich Pachamama (Quasi die Mutternatur der Inkas): „Hey, warum nicht auch noch Hagel?!“ Und so wurde unser Besuch am Humantay Lake (4600m) auf das Minimum gekürzt… Ankommen, Foto machen, so schnell wie möglich wieder gehen.

Der 2. Tag begann dann gnädigerweise erst um 5.00 Uhr mit einer Tasse Coca-Tee ans Bett von unserem lieben Guide-Lehrling Teo. Er wirkte immer ein bisschen voller Ehrfurcht wenn er mit unserem Hauptguide Odi zusammen war, aber wenn man sich mit ihm dann unterhalten hat wirkte er fast intelligenter.
Der heutige Tag sollte eigentlich der anstrengendste werden, da wir vor dem Mittagessen den Salkantay-Pass (4650m) überqueren und danach noch die 22km für den Tag erreichen sollten. Aber da ich am Tag vor der Wanderung in einem Restaurant gegessen habe, das wohl den Saft mit dem Leitungswasser gemischt hat (Dazu müsst ihr wissen, dass in Peru das Leitungswasser derbe Magenprobleme (und noch weiteres worauf ich nicht näher eingehen werde 😉 verursachen kann), war der Tag echt easy.
Angekommen in Chullay (2900m) hatten wir dann den Rest vom Tag frei. Geschlafen haben wir in „Andean Huts“, welche quasi ein Zelt mit 2 schrägen Holz- und Graswänden sind. Also nichts spektakuläres am heutigen Tag.

 

Auch heute wurden wir wieder mit einer Tasse Coca-Tee direkt ans Zelt geweckt. Was für ein toller Service, ich glaube den vermisse ich am meisten :D!
Heute werden sich die 4 Tages-Wanderer von denen trennen, die 5 Tage wandern. Und zu meinem Glück gehöre ich zu den letzteren, da wir einmalig die Gelegenheit haben Hot-Springs zu besuchen, was nach dem Wandern wirklich richtig gut getan hat. Wir wanderten also zusammen nach Lucmabamba (2450m), aßen zusammen zu Mittag auf einer Kaffee-farm, probierten dort natürlich auch den Kaffee, brachten die 4-Tages-Wanderer mit dem Bus nach Hidroelectrica und fuhren anschließend zu dem Hot-Springs. Die Quellen waren warm, wir haben quasi ein Kind adoptiert (die Mutter arbeitet in dem Thermalbad und sie ist den ganzen Nachmittag dabei und weil sie nichts besseres zu tun hat sucht sie sich Leute mit denen sie spielen kann) und wir wurden von Moskitos angegriffen, als wir wehrlos und ohne Schutz unter der Dusche standen. Wie gemein!
Nachdem wir uns dann wieder mit Mückenspray eingesprüht hatten, fuhren wir zu unserer Unterkunft. Diesmal wieder in Kuppeln, allerdings mitten im Jungen und deswegen getarnt in waldgrün.

Bild

 

Für mich war nun der heutige Tag der anstrengendste, zwar nicht körperlich, dafür aber mental… Von Lucmabamba sind wir dann nach Hidroelectrica gelaufen, gestartet ist das ganze um 5.00 Uhr, das hieß für uns aufstehen um 4.00 Uhr. Aber das war nicht der harte Part, denn der war definitiv für mich von Hidroelectrica nach Aguas Calientes (2000m), denn dort hieß es nur stupide gradeaus, an Bahnschienen entlang mit wieder einer Magenverstimmung… ich glaube, dass meine Magenprobleme daher rührten, dass zu jeder Mahlzeit (einschließlich Frühstück) alle erdenklichen Sorten von Kohlenhydraten serviert worden sind…
In Aguas Calientes angekommen (deutlich später als erwartet) hieß es für uns dann nur noch essen und ins Bett, denn der Tag hat uns allen zu schaffen gemacht. Denn an den Bahngleisen entlang hatte es auch so gut wie keinen Schatten…

Machu Picchu!
Um 3.00Uhr morgens hieß es für uns anstehen in der Busschlange nach Machu Picchu, damit wir einer der Ersten in der wohl berühmtesten Inkaruine sind und es hat tatsächlich funktioniert… Für ein paar Momente hatten wir die Gelegenheit die Ruinen ohne Touristen und nur mit den Lamas und einem Chinchilla betrachten zu können. Und ich muss euch sagen: Es ist quasi magisch… Der Nebel umhüllt noch vereinzelt die Wände, die Bäume wehen leicht im Wind und man hört nur die Vögel singen und die Lamas kauen…
Nachdem wir dann um 12.00 Uhr die Ruine verlassen mussten, hatten wir ein paar Stunden Zeit Aguas Calientes zu besichtigen. Das ist ein keines nettes Städtchen am Fuße von Machu Picchu, mit vielen Touristen, aber wirklich gutem Essen!

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